Zoo Salzburg: Was der Besuch kostet und wann er sich lohnt
150 Tierarten auf 14 Hektar am Fuß des Hellbrunner Bergs, fünf Fütterungen täglich und freifliegende Gänsegeier über dem Gelände. Der Erwachsene zahlt 17 Euro, ab dem vierten Besuch rechnet sich die Jahreskarte.
Ein Wildpark, sechs Jahrhunderte vor dem Zoo
Der Zoo Salzburg liegt am Fuß des Hellbrunner Bergs, der das Gelände auf einer Seite begrenzt und ihm die Kulisse gibt. Tiere gehalten wurden hier lange vor dem ersten Gehege: Auf dem Areal ist 1424 erstmals ein erzbischöflicher Wildpark erwähnt. Der Zoo im heutigen Sinn ist deutlich jünger - er wurde im April 1961 als Bergweltzoo eröffnet.
Heute leben nach Angaben des Hauses 150 Tierarten mit rund 1.600 Tieren auf dem Gelände. Die Stadt Salzburg beziffert die Fläche mit 14 Hektar und die Besucherzahl mit rund 400.000 Menschen im Jahr; 2020 arbeiteten 63 Personen im Betrieb. Getragen wird er von der Zoo Salzburg Gemeinnützigen GmbH.
Der Zuschnitt unterscheidet ihn von den großen Tiergärten des Landes: keine durchgeplante Parkanlage, sondern Gehege, die sich an den Hang legen. Wer vom Eingang aus nach hinten geht, steigt merklich an.
Anif, nicht Salzburg - und was das für die Anreise heißt
Die Adresse lautet Hellbrunner Straße 60, 5081 Anif. Der Zoo liegt also nicht im Stadtgebiet, sondern in der Flachgauer Nachbargemeinde, unmittelbar südlich der Stadtgrenze und direkt neben Schloss Hellbrunn. Für die Anreise ändert das wenig, für Erwartungen an die Entfernung schon: Zu Fuß von der Altstadt ist es kein Spaziergang.
Mit dem Bus fährt die Linie 25 vom Hauptbahnhof regelmäßig bis zur Haltestelle Anif Zoo Salzburg. Von dort sind es drei Gehminuten zum Haupteingang. Die Fahrpreise stehen im Überblick zu Obus, Bus und S-Bahn. Mit dem Rad führen beschilderte Routen vom Stadtzentrum über die Hellbrunner Allee heraus - die schönste Variante, wenn das Wetter mitspielt.
Wer mit dem Auto kommt, parkt kostenlos, muss aber aufpassen: Das Parkticket wird an einem Automaten bei einem der beiden Ausgangsbereiche entwertet. Geht es verloren, kostet der Ersatz 20 Euro. Die Kapazität ist begrenzt und an schönen Wochenenden schnell erschöpft. Wohnmobile müssen auf die kostenpflichtigen Plätze bei Schloss Hellbrunn ausweichen; die Details stehen in der Anreiseinformation des Zoos.
Was der Eintritt kostet
Die Tagestickets sind nach Alter gestaffelt, und die Grenzen sind eng gezogen - ab 15 Jahren zahlt man den Jugendtarif, ab 20 den vollen Preis.
| Karte | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 17,00 € |
| Jugendliche, 15 bis 19 Jahre | 11,00 € |
| Kinder, 4 bis 14 Jahre | 7,00 € |
| Senioren ab 65 mit Ausweis | 15,50 € |
| Hund | 3,00 € |
| Familienkarte, 2 Erwachsene und 1 Kind | 39,50 € |
| jedes weitere Kind zur Familienkarte | 6,50 € |
Mit Behindertenpass kosten die Karten 11,50 Euro für Erwachsene, 10 Euro für Jugendliche und 6,50 Euro für Kinder. Eine Begleitperson mit B-Vermerk im Ausweis kommt frei hinein, sonst zahlt sie 12,50 Euro. Rollstühle verleiht der Zoo, allerdings nur nach telefonischer Reservierung. Gruppen ab 15 Personen zahlen dieselben Sätze wie Inhaber eines Behindertenpasses, also 15,50, 10 und 6,50 Euro. Die vollständige Preisliste führt auch die Zahlungsarten - bar und Karte, inklusive Debit und den gängigen Kreditkarten.
Ein Posten fällt aus dem Rahmen: Der Hund kostet drei Euro Eintritt. Dass ein Zoo Hunde überhaupt hereinlässt, ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Ab wann sich die Jahreskarte rechnet
Die Jahreskarte für Erwachsene kostet 65 Euro, für Jugendliche 35 und für Kinder 25 Euro. Mit Behindertenpass sind es 45, 30 und 20 Euro, für den Hund 10 Euro. Dazu kommt einmalig eine Chipkartengebühr von 3 Euro.
Die Rechnung ist schnell gemacht: 65 durch 17 ergibt 3,8. Ab dem vierten Besuch im Jahr ist die Karte billiger als Einzeltickets - und sie gilt 365 Tage ab Kaufdatum, nicht bis Jahresende. Wer im Oktober kauft, hat den ganzen folgenden Sommer darin.
Dazu kommen zwei Vorteile, die im Alltag mehr wiegen als der Rabatt: Zutritt über die Fast Lane, was an vollen Nachmittagen Wartezeit spart, und zehn Prozent Nachlass auf Gastronomie und Shop. Gekauft wird die Karte an der Kassa, mit Lichtbildausweis; sie ist personalisiert und nicht übertragbar.
Öffnungszeiten: drei Zeitfenster übers Jahr
Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen. Geschlossen wird je nach Jahreszeit unterschiedlich, und der letzte Einlass liegt jeweils davor:
| Monate | Geöffnet | Letzter Einlass |
|---|---|---|
| April bis September | 9 bis 18 Uhr | 17:00 |
| März und Oktober | 9 bis 17:30 Uhr | 16:30 |
| November bis Februar | 9 bis 16:30 Uhr | 16:00 |
Im Winter bleibt damit gut eine halbe Stunde weniger Zeit als die Öffnungszeit vermuten lässt. Die aktuellen Zeiten stehen tagesgenau beim Zoo - relevant vor allem rund um die Umstellungen Ende März und Ende Oktober.
Fünf Fütterungen am Tag, jeden Tag andere Tiere
Der Punkt, an dem sich ein Zoobesuch planen lässt, ist der Fütterungskalender. Fünf feste Zeiten gelten das ganze Jahr über: 9:30, 11:30, 13:30, 14:30 und 16:30 Uhr. Welche Tiere drankommen, wechselt täglich.
Am Montag beginnt der Tag mit dem Roten Panda, mittags folgen die Bolivianischen Totenkopfaffen, nachmittags Zwergotter und Piranhas, zum Schluss die Stachelschweine. Der Dienstag gehört Polarwölfen, Jaguaren, Dianameerkatzen und Fischottern. Am Mittwoch stehen Braunbär, Brillenpinguine und Weißhandgibbons auf dem Plan, am Donnerstag Binturong, Gepard und Flachlandtapir.
Für den Samstag lohnt der frühe Start besonders: Um 9:30 Uhr werden Gänse- und Mönchsgeier gefüttert, danach folgen Pinselohrschwein, Baumstachler, Tapir und Gibbon. Der Sonntag beginnt mit Kaiserschnurrbarttamarinen und bringt um 11:30 Uhr den Mähnenwolf. Den vollständigen Fütterungskalender führt der Zoo nach Wochentagen.
Praktisch heißt das: Wer um 9 Uhr kommt und bis 14 Uhr bleibt, nimmt vier der fünf Fütterungen mit. Wer erst nachmittags anreist, sollte den Rundgang so legen, dass er um 16:30 Uhr am richtigen Gehege steht.
Die Geier über dem Gelände
Die Besonderheit des Zoos hat kein Gitter. Freifliegende Gänsegeier begleiten das Haus seit den 1960er-Jahren, als über dem damaligen Wildpark zeitweise mehr als ein Dutzend Vögel kreisten. Derzeit kommen drei freifliegende Gänsegeier regelmäßig vorbei.
Anfang 2022 eröffnete am Geierhang eine eigene Anlage. Sie liegt gegenüber den Binturongs und steigt steil zu den Felsen des Hellbrunner Bergs an - eine Lage, die den Vögeln freien Blick nach allen Seiten gibt und sich deshalb für verletzte Tiere eignet, die wieder zu Kräften kommen sollen. Untergebracht ist dort unter anderem ein Mönchsgeier, dem der größte Teil des rechten Flügels fehlt.
Im Sommer 2024 kamen sechs weibliche Gänsegeier aus Südspanien dazu. Vier von ihnen sind vorübergehend flugunfähig. Das erklärte Ziel des Geierprojekts ist eine dauerhaft über dem Zoo fliegende Population.
Mit Kindern: was den Besuch trägt
Für Familien ist der Zoo eine der günstigeren Adressen der Region. Zwei Erwachsene mit zwei Kindern zahlen mit der Familienkarte 46 Euro statt 48 - der Vorteil ist überschaubar, die Ersparnis wächst aber mit jedem weiteren Kind, das nur 6,50 Euro kostet.
Der Posten, der bei Kindern zuverlässig zieht, kostet 3,50 Euro: eine Portion Tierfutter für Ziegen, Schafe und Alpakas. Dazu kommen Führungen, ein Sommerferienprogramm und Formate wie Kindergeburtstage im Zoo. Weitere Ausflugsziele für Familien stehen im Überblick zu Salzburg mit Kindern.
Ein Hinweis zur Wegstrecke: Das Gelände steigt zum Hellbrunner Berg hin an. Mit Kinderwagen ist der Rundgang machbar, aber kein flacher Spaziergang - festes Schuhwerk und etwas Zeitpuffer helfen. Wer den Besuch mit dem Nachbarn verbinden will, findet nebenan Schloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen.
Stand September 2026. Preise, Öffnungszeiten und Fütterungszeiten nach den Angaben des Zoo Salzburg, Fläche und Besucherzahl nach der Darstellung der Stadt Salzburg. Eintrittspreise und Zeiten ändern sich - vor der Anreise den aktuellen Stand prüfen.