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Schulsozialarbeit Salzburg: KPÖ fordert deutlichen Ausbau

Im Bundesland Salzburg sind derzeit nur 51 Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter im Einsatz - pro Schüler stehen lediglich 2 bis 5 Stunden Betreuungszeit pro Schuljahr zur Verfügung. Die KPÖ hält das für unzureichend und fordert einen deutlichen Ausbau.

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Im Bundesland Salzburg stehen derzeit 51 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter an Schulen im Einsatz. Pro Schüler und Schuljahr ergibt sich daraus eine Betreuungszeit von lediglich 2 bis 5 Stunden - eine Zahl, die KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl als klar unzureichend bezeichnet. Die Daten gehen aus einer Anfragebeantwortung der Salzburger Landesregierung an die KPÖ hervor.

Volksschulen und Mittelschulen besonders betroffen

Die Versorgungslücken sind je nach Schultyp erheblich. An Volksschulen verfügen laut KPÖ rund 5 von 6 Standorten über keine regelmäßige Schulsozialarbeit. Bei den Mittelschulen sind etwa zwei Drittel der Standorte nicht regelmäßig betreut. Hangöbl fordert angesichts dieser Zahlen einen deutlichen Ausbau des Angebots und sieht die Landespolitik in der Pflicht - die Zuständigkeit für Schulsozialarbeit liegt bundesweit primär bei der Kinder- und Jugendhilfe und damit bei den Ländern.

Die Aufgaben der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter beschränken sich dabei nicht auf persönliche Gespräche mit Schülerinnen und Schülern. Zum Leistungsbereich zählen auch Eltern- und Lehrerberatung, Krisenintervention, Gruppenarbeit sowie die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe und die zugehörige Dokumentation. Das Angebot ist offen, freiwillig und vertraulich - und wird direkt an den Schulstandorten in enger Abstimmung mit der Schulpsychologie und der Bildungsdirektion erbracht.

Bildungsdirektion schreibt drei neue Stellen aus

Die Bildungsdirektion für Salzburg hat zuletzt 3 neue Schulsozialarbeiterstellen ausgeschrieben: 2 Planstellen entfallen auf die Bildungsregion Nord, die Salzburg-Stadt und den Flachgau umfasst, 1 Planstelle ist für die Bildungsregion Süd vorgesehen, die die Einsatzgebiete Tennengau, Pinzgau, Pongau und Lungau abdeckt. Ob diese Aufstockung ausreicht, um die von der KPÖ dokumentierten Lücken zu schließen, bleibt politisch umstritten.

Salzburg gilt österreichweit als Vorreiter - mit Lücken

Dabei hat Salzburg in diesem Bereich eine vergleichsweise lange Tradition: Die Schulsozialarbeit läuft im Bundesland seit dem Schuljahr 2010/2011 zunächst als ESF-Pilotprojekt und gilt seither österreichweit als Vorzeigeprojekt. Das Angebot wurde in den vergangenen Jahren schrittweise ausgebaut. Ab dem laufenden Schuljahr 2026/27 gibt es erstmals auch an Bundesschulen - darunter AHS und BMHS - Schulsozialarbeit. Dennoch zeigen die Zahlen aus der Anfragebeantwortung, dass die Versorgung im Flächenland Salzburg nach wie vor deutliche strukturelle Lücken aufweist.

Besonders die ländlichen Regionen im Süden des Bundeslandes - Pongau, Pinzgau und Lungau - sind laut den Ausschreibungsunterlagen der Bildungsdirektion strukturell unterversorgt. Eine einzige neue Planstelle für die gesamte Bildungsregion Süd soll künftig alle vier Bezirke abdecken. Für die KPÖ ist das angesichts der Datenlage kein ausreichender Schritt.