Kautionsfonds Salzburg: Stadt stockt um 45.000 Euro auf
Die Stadt Salzburg erhöht das Budget des Kautionsfonds um 45.000 Euro, nachdem das ursprüngliche Budget von 70.000 Euro bereits zur Jahresmitte 2026 fast vollständig ausgeschöpft war. Seit Jahresbeginn wurden 43 Haushalte mit zinsenfreien Darlehen unterstützt.
Die Stadt Salzburg stockt ihren Kautionsfonds auf: Das bisherige Jahresbudget von 70.000 Euro wird um weitere 45.000 Euro erhöht, nachdem die Mittel bereits zur Jahresmitte 2026 nahezu vollständig vergeben waren. Sozialstadträtin Andrea Brandner spricht von einem klaren sozialpolitischen Signal.
Fast vollständig ausgeschöpft zur Jahresmitte
Seit Jahresbeginn 2026 wurden aus dem Kautionsfonds 69.424 Euro ausbezahlt und damit 43 Haushalte unterstützt. Die rasche Erschöpfung des Budgets machte eine Aufstockung notwendig. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen nun weitere Haushalte in der zweiten Jahreshälfte von der Förderung profitieren können.
„Dass wir zusätzliche Mittel für den Kautionsfonds bereitstellen, ist ein klares sozialpolitisches Signal. Wohnen darf nicht daran scheitern, dass Menschen die Kaution nicht aufbringen können. Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig diese Unterstützung inzwischen für viele Salzburgerinnen und Salzburger ist", sagt Sozialstadträtin Andrea Brandner.
Zinsenlose Darlehen als Starthilfe
Der Kautionsfonds vergibt zinslose, rückzahlbare Darlehen, um die erste finanzielle Hürde bei der Wohnungssuche zu überbrücken. Anspruchsberechtigt sind Personen, die eine private, genossenschaftliche oder stadteigene Mietwohnung beziehen. Die Antragstellung erfolgt über das Wohnservice der Stadt Salzburg in der Saint-Julien-Straße 20, erreichbar per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter +43 662 8072 2268.
Reform 2025 verdoppelte Ansuchen
Der Fonds trat am 1. März 2022 in Kraft und wurde nach einer Evaluierung im Jahr 2024 am 27. Februar 2025 in überarbeiteter Form neu beschlossen. Initiiert wurde er ursprünglich von KPÖ-Plus-Gemeinderat Kay-Michael Dankl. Im Zuge der Reform wurden die Einkommensgrenzen angehoben, die maximale Unterstützung auf bis zu 2.000 Euro erhöht und die Antragstellung durch eine Verknüpfung mit der Aktiv:Karte vereinfacht. Die Folge: Die Zahl der Ansuchen verdoppelte sich, die Zahl der Bewilligungen verfünffachte sich im Vergleich zum Vorjahr.
Hoher Wohnungsdruck in der Landeshauptstadt
Der anhaltend hohe Wohnungsdruck in Salzburg verleiht dem Fonds besondere Bedeutung. Mit Ende 2024 hatten rund 1.985 der etwa 90.000 Haushalte in der Stadt einen aktiven Antrag beim Wohnservice gestellt - etwa 130 mehr als noch Ende 2023. Im Vergleich der österreichischen Landeshauptstädte weist Salzburg einen besonders niedrigen Anteil an geförderten Wohnungen auf: Nur rund 23 Prozent aller Wohnungen im Stadtgebiet sind gefördert, während es in Linz etwa doppelt so viele sind. Viele Mieterinnen und Mieter scheitern dabei nicht an den laufenden Monatsmieten, sondern an der einmaligen Kautionszahlung zu Mietbeginn. Der Kautionsfonds setzt an genau dieser Schwelle an und soll verhindern, dass finanzielle Engpässe den Zugang zu Wohnraum versperren.
Weitere Informationen zum Kautionsfonds sind auf der offiziellen Website der Stadt Salzburg abrufbar.