Immobilienpreise Salzburg: Stadt bleibt zweitteuerste 2026
Die Stadt Salzburg bestätigt ihren Platz als zweitteuerste Landeshauptstadt Österreichs beim Wohnungskauf: Eigentumswohnungen kosten im Schnitt 5.500 Euro pro Quadratmeter. Nur Innsbruck ist noch teurer.
Die Stadt Salzburg bleibt auch 2026 das zweitteuerste Pflaster unter Österreichs Landeshauptstädten, wenn es um den Kauf von Eigentumswohnungen geht. Laut dem Pressegespräch von Raiffeisen Immobilien Salzburg vom 2. September 2026 liegt der Durchschnittspreis bei 5.500 Euro pro Quadratmeter. Nur Innsbruck übertrifft diesen Wert mit 6.400 Euro pro Quadratmeter. Auf Bundeslandebene rangiert Salzburg bei den Wohnungspreisen hinter Wien und knapp vor Vorarlberg und Tirol.
Einfamilienhäuser: Salzburg unter den drei teuersten Standorten
Auch beim Erwerb von Einfamilienhäusern zählt das Bundesland Salzburg zu den kostspieligsten Standorten in Österreich. Im zweiten Quartal 2026 kostete ein Einfamilienhaus im Landesdurchschnitt durchschnittlich 6.658 Euro pro Quadratmeter - das entspricht Platz drei im bundesweiten Vergleich. Besonders deutlich zeigt sich das innerhalb des Bundeslandes: Während in der Landeshauptstadt selbst rund 9.100 Euro pro Quadratmeter fällig werden, liegt der Wert im Lungau bei lediglich 4.530 Euro pro Quadratmeter.
Gebrauchte und neue Wohnungen: Große Preisschere
Der Salzburger Wohnmarktbericht 2026 belegt eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen Bestand und Neubau. Eine gebrauchte 3-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet im Schnitt rund 330.000 Euro - ein Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine vergleichbare Neubauwohnung schlägt hingegen mit knapp 620.000 Euro zu Buche. Als Hauptursache gelten die stark gestiegenen Baukosten der vergangenen Jahre.
Laut ImmoScout24 stiegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Bundesland Salzburg bis März 2026 um zwei Prozent auf 6.175 Euro pro Quadratmeter. Auf dem Mietmarkt ist die Lage ebenfalls angespannt: Unter 15 Euro pro Quadratmeter ist in der Landeshauptstadt kaum noch eine Wohnung zu finden, in attraktiven Stadtlagen werden häufig Preise jenseits von 25 Euro verlangt.
Weniger Transaktionen, mehr Auswahl
Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Bundesland Salzburg rund 1.870 Immobilientransaktionen registriert - das sind etwa fünf Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen für Käufer etwas verbessert: Das Angebot am Markt ist deutlich größer als in den Boom-Jahren, und der Verhandlungsspielraum bei Eigentumswohnungen ist wieder gestiegen. Die Kreditvergabe zieht an, liegt jedoch weiterhin 20 bis 35 Prozent unter den Spitzenwerten der frühen 2020er-Jahre.
Bauland knapp: Strukturelle Ursachen bleiben
Das strukturell hohe Preisniveau in der Stadt Salzburg hat geografische und demografische Wurzeln. Berge, der Fluss Salzach und weitreichende Grünlanddeklarationen begrenzen das verfügbare Bauland erheblich. Raiffeisen Immobilien Salzburg betont, dass bis 2035 die Zahl der Haushalte im Bundesland um knapp 5.300 steigen dürfte - bei gleichzeitig äußerst knappen Baulandreserven. Nur in Wien ist die Flächensituation noch angespannter. In der Landeshauptstadt fehlen rechnerisch bereits 27 Wohneinheiten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Hohe Nachfrage aus dem Umland, aus anderen Bundesländern und aus dem benachbarten Bayern verstärkt den Druck auf den Markt zusätzlich. Für Normalverdienende bleibt der Erwerb von Wohneigentum in der Stadt Salzburg damit trotz verbesserter Marktbedingungen eine erhebliche finanzielle Herausforderung.