SALZBURG JOURNAL

Salzburg kostenlos: Was Sie gratis erleben können

84 Spielplätze, 2.030 Quadratmeter legale Sprayflächen, ein Badesee ohne Kassa und ein Grillplatz ohne Gebühr. Alles hier kostet null Euro Eintritt - mit Angabe, woher die Zahl stammt.

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Salzburg kostenlos: Was Sie gratis erleben können

Null Euro heißt null Euro

Gratis ist in Salzburg nicht gleich gratis: Manche Angebote kosten keinen Eintritt, verlangen aber eine Reservierung, andere sind nur für bestimmte Altersgruppen frei, und ein paar sind es nur an einem Wochentag. Die folgenden Ziele kosten null Euro Eintritt - keine Ermäßigung, kein Kombiticket, keine Aktion. Wo eine Anmeldung oder ein Nachweis nötig ist, steht es dabei.

Sport im Freien: die vollständige Liste der städtischen Anlagen

Die Stadt betreibt eine Reihe frei zugänglicher Sportanlagen, für die weder Eintritt noch Mitgliedschaft anfällt. Zusammengezählt aus der Übersicht der Sportangebote im öffentlichen Raum:

AngebotAnzahlStandorte
Bewegungsinseln10Glanspitz, Stadtpark Lehen, Dr.-Hans-Lechner-Park, Ignaz-Rieder-Kai, Preuschenpark, Schlosspark Hellbrunn, Friedhof Aigen, Offingerweg, Gnigler Park, Umwelttunnel Liefering
Calisthenics-Anlagen10u. a. Lehener Park, Franz-Josef-Kai, Hellbrunner Park, Volksgarten, Sportzentrum Mitte, Firmianstraße hinter dem Lepi
Beachvolleyball5Volksgarten (2 Plätze), Baron-Schwarz-Park, Hans-Donnenberg-Park, Dr.-Hans-Lechner-Park, Spielpark Kleßheimer Allee
Boulderwände2Sportzentrum Mitte und Volksgarten, seit 2020
Skate-Anlagen2Kendlerstraße (rund 500 m²) und Skatepark "The Cage" unter der Hellbrunner Brücke
BikePark und Pumptrack2BikePark Süd an der Otto-Holzbauer-Straße (4.000 m²), mobiler Pumptrack in Itzling (36 m)
Klettern am Fels2Kletterparcours Müllner Schanze (rund 2.000 m²), Klettersteig "City Wall" am Kapuzinerberg
DiscGolf1Salzachsee Süd, 6 Körbe und 12 Abwurfpunkte, seit 2023

Drei Details, die vor Ort zählen. Die Beachvolleyball-Anlage im Volksgarten wurde 2021 neu errichtet: 400 Kubikmeter Quarzsand auf 1.000 Quadratmetern, mit Feldmarkierungen und höhenverstellbaren Netzen, ganzjährig zugänglich. Der Skatepark "The Cage" unter der Hellbrunner Brücke ist überdacht und damit bei jedem Wetter befahrbar, ganzjährig ab 9 Uhr geöffnet und um 22 Uhr geschlossen. Und für die Naturfels-Kletterwand an der Müllner Schanze gelten harte Auflagen: über 10 Meter hoch, 12 Routen der Schwierigkeitsgrade 1 bis 6+ mit Bohrhaken, Helmpflicht im gesamten Wandbereich, Klettern ohne Ausrüstung und Seilsicherung über drei Metern Höhe verboten. Seil, Kletterschuhe, Gurt und Helm sind mitzubringen.

Der Klettersteig City Wall am Kapuzinerberg ist von März bis Juni wegen der Brutvögel gesperrt; die Zustiege stehen im Beitrag zum Kapuzinerberg.

84 Spielplätze auf 42 Hektar

Die städtischen Spielplätze sind das größte Gratisangebot der Stadt: 84 Anlagen mit zusammen 420.600 Quadratmetern, also gut 42 Hektar. Der größte liegt im Schlosspark Hellbrunn, der kleinste in der Röcklbrunnstraße in Schallmoos mit 300 Quadratmetern. Ausgezählt über alle Einträge gibt es dort 20 Tischtennistische, 20 Streetball-Anlagen, sieben Volleyballfelder, fünf Fußballflächen und drei Anlagen mit Wasser zum Spielen. Alle Standorte samt Fläche und Ausstattung stehen im Beitrag zu den Spielplätzen in Salzburg.

Dazu kommen 57 städtische Brunnen mit Trinkwasser - kostenlos abfüllbar, im Altstadtgebiet auch in die mitgebrachte Flasche. Anfang November wird knapp die Hälfte gegen Frost eingehaust und erst vor Ostern wieder freigegeben.

Baden ohne Kassa

Der Badesee Liefering ist ein ausgewiesener EU-Naturbadeteich und laut Stadt öffentlich und kostenlos zugänglich - der einzige Badeort der Stadt ohne Eintritt. Der See wird durch Grundwasser gespeist, ist nicht beheizt und bis zu drei Meter tief; das Gelände hat Liegeflächen, Duschen, Toiletten, zwei Kioske sowie Volleyball- und Fußballflächen. Im Sommer besuchen ihn durchschnittlich 140.000 Menschen. Erreichbar ist er mit der Linie 7, Haltestelle Salzburg Salzachsee, mit Parkplatz in der Schmiedingerstraße und Fahrradstellplätzen.

Zwei Verbote gelten dort ausdrücklich: Hunde und Fischen sind nicht erlaubt, ebenso das Füttern von Wasservögeln und Fischen. Die Winterpause nutzt die Stadt jeweils zur Entschlammung des Teichs. Die Wasserqualität wird regelmäßig kontrolliert, das Monitoring läuft über die AGES; die Angaben stehen auf der Seite der Stadt zum Badesee Liefering.

Grillen ohne Gebühr

Die fünf Grillstellen am Salzachsee stehen während der Grillsaison vom 1. April bis 30. Oktober kostenlos zur Verfügung. Kostenlos heißt allerdings nicht bedingungslos: Eine Online-Reservierung ist verpflichtend, maximal sieben Tage im Voraus, in zwei Zeitfenstern von 10 bis 16 und von 16 bis 22 Uhr, eines pro Person und Tag, Mindestalter 18 Jahre. Grillgerät und Grillkohle sind selbst mitzubringen. Und bei Waldbrandgefahr sperrt die Stadt den Platz - 2026 war das zwischen Ende April und Mitte August in zwei Phasen der Fall. Regeln und Strafdrohungen stehen im Beitrag zu den Grillplätzen in Salzburg.

2.030 Quadratmeter, auf denen Sprayen erlaubt ist

Salzburg stellt legale Flächen für Graffiti bereit, und die Nutzung ist ohne Voranmeldung möglich. Sechs Wände beschreibt die Stadt mit Größe und Adresse; zusammen ergeben sie 2.030 Quadratmeter:

FlächeStadtteilGröße
Wallnergasse - RauchmühleLehenrund 1.200 m²
Makart KaiLehenrund 500 m²
RathausunterführungZentrumrund 150 m²
Lehener ParkLehenrund 120 m²
StölzlparkMaxglanrund 50 m²
VolksgartenAigenrund 10 m²

Zwischen der größten und der kleinsten Fläche liegt der Faktor 120, und 89,7 Prozent der Gesamtfläche liegen in Lehen. Pro Wand gelten eigene Auflagen - im Lehener Park etwa darf während eines Spiels des Eisstockvereins nicht gesprüht werden. Die Regeln und die Entstehungsgeschichte stehen im Beitrag zur Street Art in Salzburg.

Aussicht ohne Ticket

Die bekannten Aussichtspunkte kosten Eintritt oder Fahrgeld - die weniger bekannten nicht. Frei zugänglich sind:

  • Die Kavaliere am Kapuzinerberg. Oberer und Unterer Kavalier auf der Nordseite sind aus dem Kalkfels geschlagene Geschützstellungen und dienen heute als Aussichtsplattformen; der Gnigler Kavalier östlich des Franziskischlössls ist laut Stadt der bekannte Aussichtsort nach Osten.
  • Der Basteiweg von der Linzergasse mit mehreren Blicken auf die Altstadt, und die Hettwerbastei unterhalb des Klosters.
  • Der Mönchsberg zu Fuß. Der Aufzug kostet, die fünf Stiegen nicht.
  • Der Leopoldskroner Weiher mit Spazierwegen rund um das rund 13 Hektar große Gewässer und Blick auf Schloss, Festung und Gaisberg.

Wann die Sonne dort untergeht und ob Sie danach noch herunterkommen, steht im Beitrag zum Sonnenuntergang in Salzburg.

Gärten und Parks

Sämtliche städtischen Parkanlagen sind frei zugänglich, auch der Mirabellgarten - obwohl er seit 2007 unter Denkmalschutz steht. Er hat als einziger Sperrzeiten: von April bis September 5 bis 23 Uhr, von Oktober bis April 7 bis 22 Uhr. Frei ist auch der Schlosspark Hellbrunn mit rund 500.000 Quadratmetern; Eintritt kostet nur das Schloss samt Wasserspielen. Die Flächen aller großen Anlagen stehen bei den Parks in Salzburg.

Kultur ohne Eintritt

  • Open-Air-Kino. Zwei Reihen im Sommer, kein Eintritt - Termine und Orte stehen im Beitrag zum Open-Air-Kino in Salzburg.
  • Museum der Moderne: unter 19 Jahren gratis. Das gilt für beide Häuser, Mönchsberg und Rupertinum.
  • Rockhouse. Der Flohmarkt ist bei freiem Eintritt zugänglich, ebenso die Konzerte der Reihe Acoustic Summer in der Rockhouse Bar. Termine im Beitrag zu den Flohmärkten in Salzburg.
  • Turmblasen. Auf der Festung Hohensalzburg jeden Sonntag von 11:45 bis 12:00 Uhr - hörbar auch außerhalb des Festungsareals.
  • Die elf Kalvarienbergkapellen am Kapuzinerberg mit Figuren, die nach 1740 unter anderem von Joseph Anton Pfaffinger geschaffen wurden.

Zwei Wege zum Gratiseintritt mit Nachweis

Am eigenen Geburtstag. Im Paracelsus Bad haben Geburtstagskinder unter 16 Jahren freien Eintritt, das Datum ist per Ausweis zu belegen. Im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain ist der Eintritt für alle Geburtstagskinder frei, unabhängig vom Alter.

Mit der Aktiv:Karte. Die Stadt gibt drei Varianten einer Vergünstigungskarte für Menschen mit geringem Einkommen aus: die Aktiv:Karte für Menschen an der Armutsgefährdungsschwelle, die Aktiv:KartePLUS für Bezieher von Sozialunterstützung, Ausgleichszulage und Mindestpension, und die Aktiv:KarteKIDS für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren. Genutzt werden die Angebote, indem die Karte am Eingang vorgezeigt wird; im Paracelsus Bad gilt der kostenlose Eintritt montags an Werktagen. Kern der PLUS-Variante ist ein Jahresticket für den öffentlichen Verkehr um 50 Euro.

Zwei Einschränkungen nennt die Stadt ausdrücklich: Es besteht kein Rechtsanspruch, und die Karte ist personalisiert und nicht übertragbar. Beantragt wird sie über Online-Formulare; die vollständige Liste der Vergünstigungen steht als PDF auf der Seite zur Aktiv:Karte. Zuständig ist die Sozialplanung in der Saint-Julien-Straße 20, Telefon +43 662 8072-3982.

Was nur scheinbar gratis ist

Drei Angebote werden häufig als kostenlos genannt und sind es nicht. Der Mönchsberg-Aufzug kostet Fahrgeld, auch für Inhaber des Klimatickets - touristische Angebote sind dort ausdrücklich ausgenommen, ebenso bei der Festungsbahn. Die Wasserspiele in Hellbrunn sind Teil des kostenpflichtigen Tickets, nur der Park ist frei. Und der Grillplatz am Salzachsee kostet zwar nichts, verlangt aber eine gültige Reservierungsbestätigung, die auf Verlangen vorzuzeigen ist.

Wenn Sie mehrere kostenpflichtige Ziele an einem Tag kombinieren, lohnt stattdessen der Blick auf die Salzburg Card. Und für die Wege zwischen den Gratiszielen gilt: Zu Fuß und mit dem Rad kostet die Stadt nichts, Tarife für Bus und Bahn stehen im Beitrag zum Obus in Salzburg.

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