SALZBURG JOURNAL
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Orangeriegarten Salzburg: 500.000 Euro für Neugestaltung

Der historische Orangeriegarten im Mirabellgarten-Areal wird für 500.000 Euro neu gestaltet. Citrus-Bäume, Natursteinplatten und ein barrierefreier Zugang sollen den rund 1.700 Quadratmeter großen Gartenraum in seinen barocken Charakter zurückführen.

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Der Orangeriegarten im Mirabellgarten-Areal der Stadt Salzburg wird umfassend neu gestaltet. 500.000 Euro investiert die Stadt in das Projekt, das den rund 1.700 Quadratmeter großen Gartenraum im Südosten von Schloss Mirabell aufwertet und ihm seinen historischen Charakter als Zitrushain zurückgeben soll.

Citrus-Bäume und Natursteinplatten

Im Mittelpunkt des neuen Gestaltungskonzepts stehen charakteristische Pflanzen - allen voran Citrus-Bäume wie Orangen, Zitronen und Pampelmusen. Damit knüpft die Planung direkt an die barocke Geschichte des Gartens an: Von etwa 1730 bis 1800 war der Orangeriegarten mit eben solchen Zitrusbäumchen bepflanzt. Die Standorte der Pflanzgefäße werden durch Natursteinplatten markiert und strukturiert, die sich gestalterisch in das bereits sanierte Gesamtareal des Mirabellgartens einfügen sollen.

Zuständige Stadträtin Andrea Brandner betont den historischen Anspruch des Projekts: „Mit der Neugestaltung des Orangeriegartens verbinden wir die Anforderungen an einen zeitgemäßen, attraktiven Gartenraum mit der besonderen historischen Qualität des Ortes. Die verwendeten Materialien und Gestaltungselemente greifen dabei bewusst die bereits sanierten Bereiche des Mirabellgartens auf."

Barrierefreier Zugang bereits geschaffen

Eine wesentliche Voraussetzung für die Neugestaltung wurde bereits im Frühjahr 2026 umgesetzt: Eine neue Rampe am Zugang vom Mirabellgarten ermöglicht seither einen barrierefreien Zugang zum Orangeriegarten - ein Gewinn insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Familien mit Kinderwagen. Die städtische Verwaltung verfolgt damit das Ziel, einen hochwertigen und klar strukturierten Gartenraum zu schaffen, der sich harmonisch in das geschichtsträchtige Umfeld einfügt.

Teil einer umfassenden Revitalisierung

Die Neugestaltung des Orangeriegartens ist eingebettet in eine breit angelegte Revitalisierung des gesamten Mirabellgarten-Areals. Bereits im Mai 2026 wurde der benachbarte Rosengarten nach einer ebenfalls rund 500.000 Euro teuren Sanierung eröffnet. Auch der Rosengarten hatte im Laufe der Jahrhunderte seinen ursprünglichen Charakter verloren - nach dem Zweiten Weltkrieg war er zeitweise sogar für den Gemüseanbau genutzt worden.

Am 27. Juni 2026 eröffnete zudem die „Orangerie Salzburg - Panorama | Welterbe" als neuer Standort des Salzburg Museum im Südflügel der Orangerie. Das Museum ersetzt das frühere Panorama Museum am Residenzplatz und erweitert das Angebot um das Thema UNESCO-Welterbe. Die Orangerie Salzburg steht im Eigentum der SIG-Stadt Salzburg Immobilien GmbH und umfasst neben dem Orangeriegarten auch das Palmenhaus, das Gartenparterre und das Orangeriegebäude.

Historischer Kontext

Die Anlage geht auf das frühe 18. Jahrhundert zurück. Nach einer ersten Gestaltung durch Fischer von Erlach wurde das Gesamtensemble um 1725 nach Plänen von Lucas von Hildebrandt und Franz Anton Danreiter umgebaut. Der Orangeriegarten liegt mitten in der Salzburger UNESCO-Welterbe-Zone und zählt zu den meistbesuchten Grünanlagen der Stadt. Mit der Rückkehr der namensgebenden Zitrusbäume schließt die aktuelle Neugestaltung einen historischen Kreis - und wertet den Bereich rund um das neu eröffnete Welterbe-Museum zusätzlich auf.