Kulturplakatpreis Salzburg: 20 Jahre, drei Hauptpreise
Zum 20. Mal wurde der Salzburger Kulturplakatpreis verliehen. Die Hauptpreise gingen an das Toihaus Theater, das Salzburg Museum und die Camerata Salzburg. Ein Jubiläumsband und eine Stadtausstellung begleiten das Fest.
Am 30. September 2026 wurde im Publikumsstudio des ORF Landesstudios Salzburg zum 20. Mal der Salzburger Kulturplakatpreis vergeben. Die Auszeichnung würdigt die besten Plakatkampagnen der vergangenen zwölf Monate und gilt als wichtigstes Format seiner Art in der Salzburger Kulturszene. Die Hauptpreise gingen in diesem Jahr an das Toihaus Theater, das Salzburg Museum und die Camerata Salzburg.
Drei Kategorien, drei Gewinner
Den ersten Preis für das beste Einzelplakat erhielt das Toihaus Theater für die Produktion „Rauschen". Das Plakat setzt Schwingungen und Frequenzen grafisch um und überzeugte die Jury in gestalterischer wie inhaltlicher Hinsicht. Cornelia Böhnisch, künstlerische Leiterin des Toihaus Theaters, zeigte sich erfreut: „Ich freue mich, dass unsere Außenwirkung und Arbeit so gesehen werden."
Den Preis für die beste Plakatserie sicherte sich die Camerata Salzburg. In der Sonderkategorie Litfaßsäule setzte sich das Salzburg Museum durch. Der erste Preis ist mit 4.000 Euro sowie einer Affiche für 14 Tage mit 400 Plakaten dotiert. Platz zwei bringt 3.000 Euro und 300 Plakate, Platz drei 2.000 Euro und 200 Plakate.
Zwei Jahrzehnte Plakatkunst in Salzburg
Der Salzburger Kulturplakatpreis wurde vor 20 Jahren gemeinsam von Progress Werbung, ORF sowie Stadt und Land Salzburg ins Leben gerufen. Seit 2007 würdigt der Wettbewerb herausragende Gestaltung im öffentlichen Raum. Dominik Sobota, Geschäftsführer von Progress Werbung, betonte zum Jubiläum: „Der Preis hat sicher dazu beigetragen, dass die Plakatkunst zu Kunst und Kultur besser wahrgenommen wird" - und hält fest, dass das klassische Plakat auch zwei Jahrzehnte später kein nostalgisches Medium sei. Im Vorjahr wählte die Jury aus rund 1.000 eingereichten Plakaten - ein Beleg für den anhaltend hohen Stellenwert des Wettbewerbs.
Jubiläumsband und Stadtpräsentation
Das Jubiläum wird mit einem eigens publizierten Sonderband dokumentiert: Das Buch „Kultur trifft Plakat - 20 Jahre Salzburger Kulturplakatpreis" macht die Entwicklung des Preises sichtbar. Ergänzt wird dies durch eine Ausstellung im ORF Landesstudio Salzburg sowie eine Präsentation aller Ausgezeichneten der vergangenen 20 Jahre auf A-Ständern im öffentlichen Stadtraum - womit der Preis 2026 erstmals auch den Charakter eines stadtkulturellen Rückblicks erhält.
Der Kulturplakatpreis verbindet in Salzburg strukturell Werbewirtschaft, öffentliche Hand und Kultureinrichtungen - vom großen Stadttheater bis zum kleinen Verein. Die Stadt Salzburg hebt hervor, welchen Stellenwert Kulturplakate im öffentlichen Leben haben: „Sie prägen das Stadtbild, sie informieren über aktuelle Veranstaltungen und sie aktivieren die Zielgruppe auf positive Art und Weise." Mit dem Jubiläumsjahrgang 2026 bleibt der Preis eines der wenigen Formate, das Kulturförderung und Stadtgestaltung unmittelbar verbindet.