SALZBURG JOURNAL

Die Erfindung des Paradieses

Aischylos erzählte den Perserkrieg aus der Sicht der Verlierer - der österreichisch-iranische Autor Amir Gudarzi schreibt den Stoff weiter. Uraufführung am 10. April 2027, Termine bis 11. Juni.

Wo
Salzburger Landestheater
Schwarzstraße 22, 5020 Salzburg
Veranstalter
Salzburger Landestheater
Genre
Schauspiel

11 kommende Termine

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Xerxes will sein Reich hegen wie einen Garten und sieht das Erbe seiner Eltern Darius und Atossa durch Griechenland bedroht. Es kommt zum Krieg, und der endet 480 vor Christus in der Seeschlacht von Salamis mit der persischen Niederlage. Aischylos schrieb darüber ein Stück - und zwar aus persischer Sicht, also aus der Perspektive des Gegners, den sein eigenes Publikum eben besiegt hatte.

Genau an dieser Stelle setzt Amir Gudarzi an. Der österreichisch-iranische Autor überschreibt Die Perser und fragt, wie die Perser selbst berichtet hätten. Aus dem Stoff wird damit eine Auseinandersetzung mit einer Frage, die aktuell geblieben ist: Wer gilt als Aggressor, und wer bestimmt das.

Gudarzi wurde 1986 in Teheran geboren, besuchte dort die damals einzige Theaterschule des Landes und studierte anschließend Szenisches Schreiben. Seit 2009 lebt er in Wien. 2022 erhielt er für sein Stück Wonderwomb den Kleist-Förderpreis.

Regie führt Schauspieldirektor Nuran David Calis, von dem die Anregung zu der Überschreibung stammt. Empfohlen ab 15 Jahren, mit Werkeinführung 45 und 30 Minuten vor Beginn.